10. August 2016, 20 Uhr



Nachpremiere von Anton G. Leitners neuen Gedichtgeschichten "Schnablgwax",
mit musikalischer Begleitung von Thomas Gruber (Ziach) und Sabine Gruber-Heberlein (Harfe)


Eintritt: € 12,- / ermäßigt € 10,-
Tickets: Musemskasse

Baian, duachn Veaswoif draad - Bayern am Versspieß.
Anton G. Leitner dichtete über drei Jahrzehnte lang ausschließlich auf Hochdeutsch.
Seit 2013 schreibt er auch so, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, nämlich auf Bairisch. »Schnablgwax« ist sein erstes großes Mundartprojekt.
Die Gedichtgeschichten von Anton G. Leitner reichen ins Kabarettistische und erzählen vom ganz alltäglichen Wahnsinn im weiß-blauen Freistaat. Sie knüpfen an das »Kraftbayrisch« des Poesie-Urgesteins Georg Queri (1879–1919) an, der im Starnberger Fünf-Seen-Land daheim war. Nicht nur ihre gemeinsame Heimat verbindet diese zwei Dichter. Beide nehmen kein Blatt vor den Mund und auch Leitners Verse entspringen dem prallen Leben: Ob handfeste Erotik, hinterfotzige Politik oder Schickeriagesellschaft – alles wird entblättert, die geschönten Fassaden bröckeln. Es ist zum Lachen und zum Weinen.
»Anton G. Leitner verwendet nicht bloß Dialektwörter wie viele andere, sondern nimmt in seine Mundartgedichte auch den spezifischen Sprech- und Denk-Duktus mit hinein, den wir im Bairischen haben«, so der Literaturkritiker Alexander Altmann.




Foto: Anton G. Leitner bei der Verleihung des Poetentalers
© Katharina Kreye

13. Oktober, 19.30 Uhr



Lesung: Thomas Glavinic
"Der Jonas-Komplex"


Der furiose neue Roman von Thomas Glavinic

Die Summe eines Jahres, der Querschnitt eines Lebens, das Abenteuer der Liebe.

Ein Jahr im Leben eines Wiener Schriftstellers, zwischen Drogen, Alkohol und Frauen. Ein Abenteuer, das Jonas und seine große Liebe Marie bis zum Südpol führen soll. Und ein dreizehnjähriger Junge, der leidenschaftlich Schach spielt, um seinem Alltag zu entfliehen. Dazu Nebenfiguren wie aus einem Tarantino-Film: Ein Anwalt der Hells Angels, ein WingTsun-Großmeister und eine Mörderin, die die Leichen ihrer Liebhaber mit einer Kettensäge zerlegt. Die wirkliche Welt trifft auf die Sehnsucht nach einem anderen Leben. Und Thomas Glavinic gelingt das große Kunststück, all das in einen mitreißenden Roman über die entscheidenden Fragen zu verwandeln: Wer will ich sein? Und habe ich den Mut, die richtigen Entscheidungen dafür zu treffen?




24. Oktober, 19.30 Uhr



Sabine Kastius liest Texte von Thomas Mann zum Thema der Sonderausstellung "Väter & Söhne"
mit musikalischer Begleitung des Saxophonisten Hugo Siegmeth




"Hugo Siegmeth beherrscht es, einer einzigen Vokabel eine tiefe Bedeutung einzuhauchen, sobald es sie ausspricht. Der Saxophonist erzählt mit wenigen, einfachen Worten. Er spielt mit der Chromatik, der Oktav, der Triole, gewinnt an Geschwindigkeit, zerfließt in andächtigen, weichen Tönen und es schmeckt ein bisschen wie Vanille, wenn man ihm so zuhört. Ein bisschen leicht, ein bisschen schwer, aber immer auch nach Glück. "
– Donaukurier

Monika, Golo, Erika und Klaus Mann vor dem Tölzer Landhaus, um 1913
Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek, München, EMB F 263

Veranstaltungen
im ehemaligen Zeughaus



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