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1911 - Kandinskys Reiter für den Almanach

1911 - Kandinskys Reiter
für den Almanach

15. Dezember 2011 bis 11. März 2012

Am 18. Dezember vor 100 Jahren eröffnete in den Räumen der Galerie Thannhauser in München die "Erste Ausstellung der RedaktionDer Blaue Reiter’“. Damit traten die Redaktion, die beteiligten Künstler und der geplante Almanach das erste Mal öffentlich in Erscheinung. Bereits im Juni 1911 hatte Wassily Kandinsky Franz Marc gegenüber seine Idee von einem Künstler-Almanach geäußert, die im Oktober zu der berühmt gewordenen Redaktionssitzung im Haus von Gabriele Münter in Murnau führte. Der Almanach "Der Blaue Reiter“ erschien schließlich im Mai 1912 bei Reinhard Piper. Das Titelbild der ersten und zweiten Auflage zeigt Kandinskys Entwurf eines stilisierten Reiters, der die Merkmale des Hl. Georg aufweist.

Kand.Almanach_Koelbl_3.jpg
Wassily Kandinsky,
Titelholzschnitt fü den Almanach "Der Blaue Reiter",1911,
Privatbesitz © VG Bild-Kunst, Bonn 2011

In der Sonderausstellung "1911Kandinskys Reiter für den Almanachwird der Faszination des Titelbilds nachgegangen, das seinen Ursprung in der besonderen Bedeutung von Ritter- und Reiterdarstellungen im Werk Kandinskys hat. Die Idealgestalt des Reiters begleitete Kandinsky von seinem Frühwerk an. In ihr klingen mittelalterliche Sagen, altrussische Mythen, romantische Vorstellungen und christliche Inhalte an.

Abb 26 St Georg Gouache.jpg 
Wassily Kandinsky,
Hl. Georg II, 1911, Gouache,
Städische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau,
München © VG Bild-Kunst, Bonn 2011

Als Leitmotiv tritt der Reiter dabei besonders deutlich in den Holzschnitten, Vignetten und Gedichten in dem Album "Klängehervor, für das Kandinsky 1911 in Murnau Probe- und Farbandrucke fertigte. Als Drachen bezwingender Hl. Georg taucht das Motiv des Reiters seit Anfang 1911 im Werk Kandinskys in Aquarellen,Gemälden und Hinterglasbildern immer häufiger auf.

Die Ausstellung geht der besonderen Bedeutung dieses Heiligen in Kandinskys persönlicher Ikonographie nach und verfolgt dabei in der Gegenüberstellung von mittelalterlichen Darstellungen, russischen Ikonen und religiösen Hinterglasbildern die unterschiedlichen Einflüsse.

Abb 41 Mair von Landshut_klein.jpg 
Hans Mair von Landshut,
Der Drachenkampf des Hl. Georg, um 1490/1500,
Bayerische Staatsgemäldesammlung, München

Es erscheint ein Begleitheft (s. unter "Publikationen"). Der Eintritt beträgt 4.-.

 

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